Airsoft Guns (ASG) – alles was man wissen muss

In diesem, hoffentlich nicht allzu zähen, Text möchte ich, wenn man so will, „Empfehlungen“ geben, was die Wahl der ASG angeht. Denn auch hier gelten ein paar kleine Regeln an die man sich halten sollte, um nicht nach dem ersten Spiel dem Geld nachzutrauern, welches man dafür bezahlt hat.

Auf diese gehe ich später noch ein, denn hiermit möchte ich euch Schritt für Schritt durch den Entscheidungsprozess begleiten.


Wie bei allen Sportarten gibt es auch beim Airsoft verschiedene Meinungen zu Marke und Modell. Beim Airsoft kommen noch die Antriebsarten hinzu, zu denen jeder seine eigene Meinung hat. Diese wären

  • Elektrisch (S-AEG)
  • Gasbetrieben (GBB, CO2)
  • Federdruck

Jede dieser Antriebsarten hat seine Vor- und Nachteile, auf die ich im folgenden eingehen werde.


Elektrisch (S-AEG)

Die wohl mit Abstand meistgenutzte Antriebsart auf den Spielfeldern für Gewehre, und das hat seinen Grund. Die Preise sind meist geringer als bei Gas.

Zum Beispiel:

Die Mündungsenergie ist meist sehr Konstant, die präzision ist den GBBs leicht überlegen, und auch in punkto Reichweite machen gute S-AEGs einiges her.Darüber hinaus sind ihre Magazine vergleichsweise günstig, und haben teilweise Kapazitäten von mehr als 500 Schuss. Alleine aufgrund dieser Dinge sind S-AEGs eigentlich die perfekte Antriebsart für Einsteiger. Aber da hört es glücklicherweise noch nicht auf, denn das wäre ja langweilig.

Denn in den Händen eines Erfahrenen Spielers, der auch von Tuning etwas versteht, werden gute S-AEGs zu echten Monstern der Teilchenbeschleunigung. Je nach Plattform (M4, AK47, G36 und weitere) sind die Tuningmöglichkeiten quasi unbegrenzt, vor allem bei Gewehren auf M4 Basis. Und vorallem hier hilft die Community unerfahreneren Spielern weiter. Nicht jeder ist Elektroniker oder weiß wie man einen Mosfet einlötet, doch da leisten YouTube Tutorials, das Airsoft-Verzeichnis und auch Mitspieler abhilfe. Schwer ist es nicht, aber oftmals ist es ein Ausprobieren, hier mal dran drehen, das mal tauschen, und et voila: Schon hat man seine eigene hochgezüchtete S-AEG. Fast. Denn ganz so einfach ist es dann doch nicht. Das kaufen der Tuningteile geht mächtig ins Geld und ist oft genauso frustrierend wie wenn die Knifte dann nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat.

Aber selbst eine S-AEG hat Fehler bzw. Eigenschaften, die bestimmte Spieler nicht mögen. Da wären einmal das Schussgeräusch, welches oftmals so klingt als hätte man ein RC-Auto an die Wand gefahren, der fehlende Rückstoß, ohne den der ein oder andere nicht leben kann und das oft verglichen mit GBBs nicht so tolle Ansprechverhalten.

Alles in allem haben S-AEGs aber definitiv ihren Platz auf dem Feld verdient.


Gasbetrieben (GBB)

GBBs sieht man vorallem als Pistolen auf den Spielfeldern, entweder CO2 oder Airsoftgasbetrieben. Dies liegt vermutlich daran das man bei elektrischen Pistolen meist einen Akku am Gürtel tragen muss, da dieser nicht in die Waffe passt. Abgesehen davon sind gasbetriebene ASGs ihren echten Vorbildern oft sehr ähnlich was die Funktion betrifft, dies spricht die meisten an.

GBB Gewehre haben die gleiche Funktionsweise. Das Gas wird als Treibmittel benutzt. Sie sind ihren elektrischen Brüdern oft was den Preis, vorallem die sehr teuren Magazine, Präzision und Reichweite unterlegen, aber nicht immer. Sie sind relativ pflegeleicht, aber wie bei eigentlich allen ASGs putzt man sie am besten nach jedem Spieltag.

Tuning ist ebenfalls sehr gut möglich, ihr solltet jedoch darauf achten, ob es ein passendes NPAS als Tuningteil für eure GBB gibt. Mit diesen lässt sich die Mündungsenergie verstellen um in den Limits des Felds zu bleiben, das ist bei Gas sehr wichtig weil es sehr Temperaturabhängig ist.

Warm = viel Power, Kalt = weniger Power.

Ein weiterer Nachteil ist das soganannte Cool-Down, welches es nach Möglichkeit zu verhindern gilt. Dies bedeutet, dass man nicht einfach drauflos rattern kann wie mit einer S-AEG, da GBBs durch das ausströmende Gas zunehmend kalt werden.

Mit gutem und richtigem Tuning kann man jedoch durchaus mit S-AEG Spielern mithalten, auch wenn es schwieriger ist, anders als bei S-AEGs hat man bei GBBs nämlich einen Rückstoß, der auch so manchen S-AEG Spieler träumen lässt. Desweiteren ein mehr als zufriedenstellendes, oft metallisches Schussgeräusch welches z.B. im CQB den ein oder anderen Erschreckt, und ein durch die Mechanik sehr direktes Asprechverhalten. In den Händen von Spielern die sich damit auseinandersetzen werden gute GBBs sehr bald zu Monstern.

GBBs sind aus der Airsoftwelt nicht mehr wegzudenken, wer nach einer Herausforderung, Realismus und absoluten Schießspaß sucht, ist bei GBBs genau richtig.